"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."
Freitag, 15. März 2013
Die Rückkehr (Lk, 15,11)
"Wachtmann, erhöre mich:
Du hast mich erforscht und über mich gewacht für viele Jahre.
Ich habe dir Einlass gewährt in mein Reich.
Doch nicht in meiner Seele,
sondern auf meinem Blute will ich dich tragen.
Nur in meinem Vergessen kann sich dein Auftrag erfüllen.
Lösch mir nun die Gedanken aus!
Dein Wille soll geschehen durch mich.
Entweiche, du guter Geist!
Du wirst der fließende Blutstrom sein,
der in meinen Adern störmt.
Ich bin dein Erbe und werde es weiter reichen an deine Kinder.
Blind habe ich dir mein Vertrauen geschenkt,
doch mein Körper sehnt nach seiner eigenen Identität.
Ich kann ihn hören,
ich kann ihn spüren!
So vertrau du mir,
wie auch dein Herr dir vertraut hat.
Lass mich erwachen aus diesem Traume,
schick mich zurück, aufdass ich deine Kinder heimhole.
Wider aller Erwartungen,
will ich Sterblichkeit auf mich nehmen
und das Menschsein wählen.
Du lehrtest mich ein Wächter zu sein,
drum lass nun deine Lehren Früchte tragen,
aufdass ich selber Acht auf mich gebe.
In deinem Beisammensein habe ich viele Dolche geschliffen,
nun sollen meine Wanderjahre beginnen.
Meine Freuden auf unser Wiedersehen,
sollen mir Motor und Wagenrad sein.
Lange Zeit sollen meine Augen dein Antlitz vermissen,
bis dein Mich-Heim-Rufen zwischen meinen Ohren erklingt.
Jeden Tag werde ich dem Winde lauschen,
bis dein Wort zu mir herüber dringt.
Bis dahin soll kein Mastkalb geschlachtet werden!
Ich will fasten bis du mich zum Festmahl rufst."
"Mein Kind,
du bist mir ein guter Geber gewesen,
und hast mich stets wie einen königlichen Gast bewirtet.
Deine Speicher sind nun leer,
nun kannst du hinaus ziehen um sie anzufüllen.
Deinen Körper habe ich auserkoren zu heilen,
aufdass er mein Kind an meiner statt halte, wenn es fällt.
Sei stark! Stähle dich!
Und komm mir nicht von deinem Wege ab,
weil es deine Verbündeten auf andere Pfade zieht.
Ihr seid ja im Geiste verbunden
und werdet wieder zusammen finden,
wenn nur jeder den Mut hat seine Kriege zu bestreiten.
Dir Lebewohl zu sagen,
zerreißt mir das Herz,
doch dieser Schmerz ist nur der Ruf des Herrn,
der mich sehnsüchtig erwartet.
Dein Name hat mein Herz in Brand gesteckt,
nun will ich ihn in dein Hirn werfen.
Wisse, du bist nun angesteckt
mit der Flamme der Liebe.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gesegnet unter den Frauen
und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Bitte für mich in dieser Stunde meines Todes."
"Vater, ich bitte dich,
nimm deinen Sohn auf in dein Reich,
wo er dich schaut von Angesicht zu Angesicht."
Da entwich der Geist dem Körper und das Licht leuchtete ihm.
Und G sprach zum Herrn:
"Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und gegen dich.
Ich habe mich gegen deinen Willen aufgelehnt und bin von dir gegangen,
weil ich der Stimme meines Herzens gefolgt bin.
Wenn ich nicht mehr wert bin, dein Sohn zu heißen,
so will ich hinfort gehen.
Aber erkenne mein Herz und sieh' wie ich es meine.
Vergib mir meine Schuld, und leite mich nun auf ewigem Wege."
Da sprach der Herr zu seinen Engeln:
"Schnell, holt das beste Gewand heraus und zieht es ihm an
und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Sandalen an die Füße,
denn dieser, mein Sohn war tot und lebt wieder, er war verloren und ist wiedergefunden."
Und sie begannen zu feiern.
Freitag, 1. März 2013
Die Herausforderung
Wird's denn jetzt ein Kräftemessen
wer denn wohl der stärk're sei?
Die Liebe woll'n wir nicht vergessen
sonst sind wir ja niemals frei.
Machen wir die Körper stählern,
sind wir denn schon auf der Flucht?
Je mehr Stimmen von den Wählern
desto tiefer wird die Kluft.
Wer den Puls stets muss verspüren,
der hat sich was eingefang',
er wird sich nur selbst verlieren
in seinem Stürmen, seinem Drang.
Doch will der Mensch zum Gotte werden -
und das ist aller Ursprungswille -
muss er sich lösen von den Herden,
dann erst wird's im Herzen stille.
wer denn wohl der stärk're sei?
Die Liebe woll'n wir nicht vergessen
sonst sind wir ja niemals frei.
Machen wir die Körper stählern,
sind wir denn schon auf der Flucht?
Je mehr Stimmen von den Wählern
desto tiefer wird die Kluft.
Wer den Puls stets muss verspüren,
der hat sich was eingefang',
er wird sich nur selbst verlieren
in seinem Stürmen, seinem Drang.
Doch will der Mensch zum Gotte werden -
und das ist aller Ursprungswille -
muss er sich lösen von den Herden,
dann erst wird's im Herzen stille.
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