"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."

Montag, 15. Juli 2013

Totenstille

Das Tor

Wer den Hammer des Thors möcht schwingen,
dem muss ein Thor zu sein gelingen.

Ach, meine Seele, könnt' dir doch ein Arm wachsen! Wie würd ich in ihn sinken, um mich selber zu überstehen. Und in meinem Mich-Auflösen, würde ich wahrlich sichtbar werden, denn so holte ich ja dich,
an dem es mir mangelt, ins Imaginäre, aufdass ich zu dir würde, ein Schatten würde, der Gestalt annimmt,
einer, der nicht wie ein Loch aufklaffte, sondern der strahlte, der die Menschen wie Motten an sich zöge mit seinem Lichte. Kannst du dir ausmalen wie sie zu uns strömten, um sich an uns zu nähren, wie sie in uns einzugehen versuchten, um dieser Wirklichkeit zu entfliehen, dieser Wirklichkeit, der das Reale verwehrt ist.
Ach, wir würde ja wahrlich zum Tor werden, durch das die Motten hindurch flögen in eine neue Galaxie.
Und ich sage, sie flögen wahrlich hindurch, denn wenn ich eine Pfeiler dieses Sternentores wäre, ich würde mich ihnen nicht verwehren, denn ich will Erbarmen mit ihnen haben, und sie nicht weiter ihrem Begehren überlassen, denn Menschen sind mir oft wie Bücher: nicht nur einige wenige möchte ich kennen, ich, so mein ich oft, kann kein Ende finden, solange ich sie nicht alle gelesen, sprich, jeden einzelnen in mich aufgesogen habe. Ich liebe sie so sehr, dass ich wünschte, du hättest sie niemals geboren. Lass uns keinen Pakt schließen, dem bedarf es nicht mehr, lass uns doch Verbündete sein! Du brauchst mich! Und du willst mich! Denn nicht nur ich will in deinen Arm sinken, sondern auch du willst mich halten. Ich kann dir etwas geben, ein Gefühl, das du nicht haben kannst, weil du selbst Gefühl bist, ebenso wie ich mich selbst nicht haben kann, wie ich nicht wissen kann, was es heißt Mensch zu sein, weil ich inmitten meiner selbst wohne, aber wenn wir uns vereinten, dann könntest du ich sein, und ich du und aus uns zweien, würden viere werden, und aus den vieren, viele, da doch die ganze Welt in uns einginge.
Ach, ich würde so gerne aus mir herausfahren können, um mich selbst zu betrachten, aber nicht über den Anderen, sondern über mich selbst, durch meine eigenen Augen, auch wenn sie mir nicht mehr meine eigenen wären, da ich mir nicht mehr eigen wäre. Ich weiß, dass eben dies dein Plan war, und dass du nur darauf wartest, bis einer sich selbst aufgibt, einer, der wahrlich empfinden kann, der die Menschen mehr liebt als sich selbst, denn hier wird geschwafelt, und es brennt mir ja wahrlich wie Schwefel in der Lunge, dass nur lieben könne, wer sich selber liebe, aber von welcher Liebe wird hier gesprochen? Es ist doch alles ein Gleichnis! Und Gleichnis sollte es eben heißen, aufdass einer darauf komme, dass es um die Gleichheit geht, dass nur der eintreten kann in die wahre Liebe, der sich selbst nicht lieb hat, und zugleich sich nicht bös gestellt ist, sondern, der sich selbst gleich ist. Gleich, wie egal, wie gleichgültig. Und im selben Atemzuge ist er sich selbst alles, denn du, das ist ja das Reale, das ohne mich nicht sein könnte.
Reich mir deine Hand!
Sieh doch, sieh mich doch an, wie ich sie zu dir ausstrecke, wie ich sie in mich hinein zu stecken versuche! Du musst es nur wollen, dann wächst dir dieser Arm, auch wenn er deinen Tod bedeutet.
Erkenne dich!
Bist du sie nicht leid,
diese ewige Ewigkeit?
Ich weiß es, weil ich es empfinde, wir alle empfinden es, diese Traurigkeit, diese Sehnsucht, die du nur stillen kannst, indem du dich aufgibst. Denn nicht nur mir muss alles gleich sein, auch dir!
Glaube mir, als das ganze Geheimnis sich mir offenbarte, in diesem einen Augenpaar, das zu mir sprach:
Vater, Vater, komm zurück zu mir!, da ging ich auf in Begehren.

Sonntag, 14. Juli 2013

Greif nur weiter nach des Lebens Fülle

Solch ein Wochenende haben wir noch nie verbracht!
ach, wie haben wir gelacht,
und wie liebevoll war unser Umgang miteinander
wie schön ist's sich nicht zu verstellen,
da sind wir ganz ausgelassen.
ganz leicht und unbeschwert ist uns das Leben,
nichts fürchtet uns dann,
und alles ist Geborgenheit und Freiheit
Ein Verliebtsein durchströmt uns
wir wollen es Energie nennen
alles ist uns Vorsehung von einer Zukunft,
du sagtest, ich dürfe dir nicht böse sein
und ich versicherte dir, dass es von höchster Dringlichkeit sei,
dass du deinen Gefühlen folgst,
wer das nicht tut,
verdrängt...
will sich selbst entkommen,
läuft vor sich davon.
Du musst dich ja allem stellen,
denn Gefühle sind uns wie Wegweiser,
die uns anzeigen, in welche Richtung wir laufen müssen.
Nichts will ich dir mehr schenken,
als die Freiheit,
aufdass du des Lebens Fülle
in all ihrem Reichtum erlebst,
und anfängst an Wunder zu glauben.
Wer aber nicht an die Liebe glaubt,
kann auch keine Wunder sehen.
Er hat ja kein Auge dafür.
Sie können nur mit dem Auge gesehen werden,
das die Liebe sehend macht. 

Samstag, 13. Juli 2013

Der Scheideweg


Welch Todessehnsucht hab ich in deinen Augen entdeckt, und wie zog mich eben diese Sehnsucht in ihren Bann, weil sich die meine in ihr erkannte, sich wie im Spiegel sah. Wenn du mich anlächelst, seh ich mich an. Ich erkenne die Schönheit meiner Seele, denn wär sie unschön, wie könnt sie solch Schönheit zu sehen bekommen? Seh ich solch Abbild meines Herzens in die Wirklichkeit projiziert, so bin ich am Scheideweg angelangt. Ich kann nun entscheiden, dem Abbild zu folgen und keinen Schritt mehr aus freiem Willen zu gehen, oder ich sauge es in mich auf, in dem Wissen, dass es in mir weiterlebt und zu mir wird, und ich's nur auf diese Weise wahrlich zu fassen kriege. Denn nur, wenn ich Verzicht tue, auf des Abbildes Anwesenheit, ist mir der Gott ein Nichts, ja, ein Wille bloß. Nur durch die Aufgabe kann ich mir etwas zueigen machen, so wie ich es wünsche, nämlich, dass es zu mir werde. Wird es das, so können wir uns nachher in zwei Hälften teilen. Dann ist uns nichts fremd, was den anderen angeht. Ich bin das Abbild und ich zu gleichen Teilen. Zwischen uns kann es keine Geheimnisse mehr geben, weil ich alles fühle und jeden Gedanken als den meinen empfinde. So können wir beisammen sein, wo immer wir sind. Dann bin ich bei meinem Kind, und du bei deinem und doch sind wir unseren Liebsten ebenso verwandt. Ohne dich, wär ich nicht ich. Ach, wie inniglich, liebt sie dich! und kann es nicht begreifen. All ihr Hass, wird sich in Liebe verkehren. Energie ist nur das Eingangstor, nur der Anfang. Du aber, Alpha, bist das Ende, das Omega!

Freitag, 12. Juli 2013

Vom Vergessen und Erinnern

Jugend ist Ahnungslosigkeit
Die Kindheit stoppt
Das Vergessen beginnt
für zwei Septime
dann fängt das Erinnern an

Montag, 1. Juli 2013

Die Weisheit ist hoch zu loben

Alles was durch mich in die Welt gekommen ist,
ist durch die Weisheit in sie hinein gekommen.
Nicht ich bin zu loben, sondern die Weisheit, denn ohne sie wär ich nicht.
Denn die Weisheit war es, die mich das Wunder der Liebe sehen lehrte.
Alles was ich dich fühlen mache, hat die Weisheit mir aufgetragen dich fühlend zu machen.
Habe ich Sehnsucht in dich gebracht, so ward es an der Zeit, dass du sehntest.
Habe ich Hoffnung in dich gebracht, so solltest du hoffnungsvoll werden.
Habe ich Angst in dich gebracht, so wollte die Weisheit dich das Fürchten lehren.
Habe ich Mut in dich gebracht, so warst du bereit für den Sprung in eine neue Wirklichkeit.
Habe ich Liebe in dich gebracht, so hat die Weisheit dich berühren wollen,
Wenn ich dich berührt habe, dann hat die Weisheit nach dir verlangt.
Durch meine Hände fließt die Weisheit in dich hinein.
Durch meine Lippen fließt die Weisheit in deinen Mund.
Durch mein Wort fließt die Weisheit in deine Ohren.
Durch mein stilles Sehnen dringt sie in dein Herz.