Er wollt mit dir reden, wollt sich
erklären, dich ihn verstehen, ihn sehen machen.
Heut' kann er drüber lachen und ist
ganz entzückt,
wenn er erkennt, dass ihn die Zeit ins Auge des Sturmes drückt,
und die Verwirrung in die Ferne rückt.
wenn er erkennt, dass ihn die Zeit ins Auge des Sturmes drückt,
und die Verwirrung in die Ferne rückt.
Welch Reifen, welch Lernen, welch
Lockern und Entsteifen,
ist doch nicht alles mit Worten zu
begreifen!
Er kann doch auch schweigen, er kann
doch auch schlafen!,
warum sich also nicht seinen Körper
zunutze machen.
Im Jahr des Drachen kann er zwar
fliegen,
doch der Mensch ist kein Vogel und nicht bloß Ungeheuer.
Drum möge er seine Segel setzen und das Steuerrad fest gepackt halten.
doch der Mensch ist kein Vogel und nicht bloß Ungeheuer.
Drum möge er seine Segel setzen und das Steuerrad fest gepackt halten.
Hebe er sein Glas und wünsche in den
Wind:
„Möge mein Kompass die Richtung mir weisen!“
„Möge mein Kompass die Richtung mir weisen!“
Er weiß es ohne es zu wissen:
Der braune Saft ist ein Zaubertrank, der ihm Zauberkraft verleiht.
Der braune Saft ist ein Zaubertrank, der ihm Zauberkraft verleiht.
Durch ihn wird er ins Wanken geraten,
doch sein Schwanken ist wie ein Dich umweben,
doch sein Schwanken ist wie ein Dich umweben,
seine Flügel
verwandeln sich in Rankenplanzen,
die um dich her wachsen und dich umschlingen.
die um dich her wachsen und dich umschlingen.
Erst in seinem Schweigen wird der Pirat
erwachen,
erst in seinem Sichergeben und Schwachzeigen wirst du seine
Größe erkennen.
Sein Zittern und sein Beben wird dir
beweisen, auch er muss speisen um zu leben.
Wie ist er da vermenschlicht und
enthront,
wenn ihn seine Dämonen verlassen
und die Rankenpflanzen zu Armen sich verwandeln.
und die Rankenpflanzen zu Armen sich verwandeln.
„Captain, wir müssen handeln!“
ruft's von den Mästen,
doch er ist beschworen und will sich nicht
wehren,
denn er kann sich der Wahrheit nicht entziehen.
denn er kann sich der Wahrheit nicht entziehen.
Der Tod ist nahe; er will ihn schauen!
Seine Augen sollen ihn sehen, sie
wollen ihn sehen und sich verzehren nach ihm.
Du siehst ihn an und zögerst mit
deinem Säbel ihn zu bezwingen, denn siehe!
Seine Augenhöhlen fangen an sich mit
Schätzen zu füllen!
Da tropft es von seinen Wangen,
und das ganze Schiff fängt an sich in Gold zu hüllen.
und das ganze Schiff fängt an sich in Gold zu hüllen.
Die Planken blitzen und blinken und
alles erstrahlt.
„Wir sinken! Wir sinken!“ ruft's
von den Mästen,
doch der Pirat sieht die Nebelschwaden
sich lichten.
Mögest du über ihn richten und ihn
dir Untertan machen.
Wie hat der Wahn da ein Ende,
denn mit deinen Gebärden lässt du es Licht werden in ihm.
denn mit deinen Gebärden lässt du es Licht werden in ihm.
Ehrfürchtig gibt
er sich geschlagen und sinkt auf die Knie:
„Dring' in mich ein, walte über
mich, gestalte mich nach deinem Willen.“
Und in seinem Sich dir hingeben,
entgleitet ihm jeder Sinn und jedes Wort.
Plötzlich ist ihm nichts mehr klar und
wie geschieht ihm da!
Seine Kräfte erlahmen,
er kann sich
nicht halten und will sich nicht halten!
an diesen Steinen,
er muss
fallen und will fallen!
um in deinen Armen zu landen.
Hier will er stranden, hier will er
seinen Anker auswerfen.
„Land in Sicht!“ ruft's von den
Mästen
und die Matrosen mit ihren Fernrohren kommen herbei gelaufen.
„Captain, Captain, erwacht, erwacht!“
und die Matrosen mit ihren Fernrohren kommen herbei gelaufen.
„Captain, Captain, erwacht, erwacht!“
Da wird die Nacht des Piraten zum Tage
und er reibt sich verzweifelt die Augen.
und er reibt sich verzweifelt die Augen.
O Weh, oh Weh! Seine Maiblume
ist hölzern wie eh und je!
Ein Traum, ein Traum...ach bloß ein
Traum!
Da wirft's ihn zu Boden und ruft aus
ihm raus:
„Ich kann nicht glauben!
Ich will nicht glauben!“
Die Mannschaft schweigt still,
und die Stille dringt hin bis hinauf in die Mästen.
und die Stille dringt hin bis hinauf in die Mästen.
Sieh doch, wie ihm weiße Tränen aus den
Augenhöhlen schießen!
Sie fließen über seine Wangen
und vermögen sein schwarzes Gesicht zu entstauben.
Sie fließen über seine Wangen
und vermögen sein schwarzes Gesicht zu entstauben.
Da erklingt das Flüstern des
Windes
als des Kindes Blick wandert von einem zum andern:
als des Kindes Blick wandert von einem zum andern:
Er sieht mich an!
Er sieht mich an!
wie einst mein Vater hat getan!
Welch Sturm, welch Dämmebrechen in
diesem Schweigen!
Er füllt sie an und sie laufen über.
Das hölzern Schiff wird golden wieder!
Hisst die Segel, schwenkt die Fahnen!
und tut es mit der Würde eines
Piraten, dem die Meere seine Heimat sind.
Zum letzten Male werden wir Kompass und
Karte befragen und seid euch gewiss,
wenn wir dort stranden wird uns das
Erobernwollen abhanden kommen,
doch ich will mein Schiff verlassen
ganz ohne Furcht
und mit meinem Spaten auf Schatzsuche
gehen.
Greifst du mich an, so will ich meine
Arme heben und mich ergeben.
Ich könnt dir davon schweben,
doch
mein Piraten-Dasein
soll mir nicht länger schwer wie ein Stein
auf meinem Rücken liegen.
soll mir nicht länger schwer wie ein Stein
auf meinem Rücken liegen.
Ich will nicht mehr fliegen, mir solls nicht
länger nur ums Siegen gehen.
Wie ward mir einst der Gedanke zuwider,
dass wir doch nichts als Maschinen sind, wenn wir einander so zu
dienen sind,
doch will ich in dir wohnen bleiben, muss ich dir fronen
und dir zum Sohne werden.
Ich will mich nicht fürchten und mich
weiter grämen.
Ich will glauben!
Unterwerf' ich mich dir, so wirst du
mich zum König küren
und mein Haupt mit der Krone kränzen.
Nie wieder soll Hass sich in meinem
Herzen schüren,
nie wieder soll ich den Unterricht
schwänzen.
Auch wenn mein Boot jetzt droht im Meer
zu versinken,
ich will nicht länger dir nur von
Weitem zuwinken,
sondern selbst zum Boote werden und in
dich gleiten.
Dein Mich verwunden lässt mich
zugrunde gehen,
doch wie funkeln ist mir dein Grund in
seinen endlosen Weiten.
Hier hat meine Suche ein Ende und mein
Schatz ist gefunden.
Hier kann ich gesunden und Kraft tanken
in Armen und Beinen,
aufdass ich alsbald an den Wänden und
Steinen empor fliege
und meine Hände ansehend dein Dich
eingezeichnet haben erkenne.
Wie werd' ich weinen, wenns mich
überkommt:
„Das sind meine Hände!“, werd' ich
erst flüstern.
„Das sind meine Hände!“, und immer
lauter vor mir hinsagen.
Ich bin Mensch und will wagen es zu
sein.
Fortan, nehme ich es an.
Ach Engel, welch Wunder hast du an mir
getan!
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