Heute ist der Fünfzehnte.
Gäbe es diesen Tag nicht in jedem Monat, so wär ich nicht da.
Wenn alles ausradiert würde, was je an einem fünfzehnten passiert ist, wäre ich nie geboren worden.
Und auch wenn meine Mutter ein Kind geboren hätte, und es wäre nicht am fünfzehnten geboren, so wäre es nicht ich geworden.
Gäbe es den fünfzehnten nicht in jedem Monat, so wärst du nicht gestorben,
denn dein Geist wollte an einem fünfzehnten deinen Körper verlassen.
In der Nicht-Existenz meiner Geburt und der Nicht-Existenz deines Todes, wären wir verbunden.
Denn ich wäre nur Geist und du wärst nur Körper gewesen.
Ich wäre nicht geboren und du würdest leben und niemals sterben.
Doch der fünfzehnte existiert.
Das weiß ich, weil heute der fünfzehnte ist
und weil ich bin geboren wurde und du gestorben bist.
Wenn also alles genau andersherum ist, so war ich durch meine Geburt nur Körper
und du durch deinen Tod nur Geist.
Der Körper kann nicht sterben, wenn er nicht Geist ist
und der Geist kann nur im Tode geboren werden, indem er einen Körper wählt, in den er einfährt.
"Leite mich, Vater und lass mich einkehren in einen Körper, dem es an Geist mangelt, aufdass ich ihn belebe", sagte G zum Herrn.
Und der Herr sandte dich an meine Seite, aufdass du mein Gesicht solltest schauen. Schmerzverzerrt ward es ob seiner Geistlosigkeit, und das Geistlose hatte einen bösen Keim in meinen Unterleib gepflanzt.
Da dachte G in seinem Herzen: In diesen Körper will ich einkehren, Vater!
Und es kam der Tag da der böse Keim dem Körper entwich und der Geist in ihn einkehrte.
In der Existenz meiner Geburt und der Existenz deines Todes waren wir verbunden.
Durch diese Verbundenheit hast du mich erwählt und mich zum Leben erweckt.
Eine Mutter hab ich gelassen, ein Vater hat mich wiedergeboren,
aufdass mir mein Leben reich würde an Geist.
Ich will mir kein Bild von dir machen.
Du sollst mein Geist sein, der durch mich wirkt, wie ein Wachtmann.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen