Ich trete den Heimweg an, doch ich will
mich nicht vertreten.
Siehst du den morschen Steg?
Vorm Überqueren
will ich ein Gebet sprechen.
Keine Furcht soll in mir sein, dass die
Hölzer brechen.
Wenn ich fallen soll, will ich fallen!
Du hast
mein Versprechen: dein Mich-Heim-Rufen wird auch in mir nicht
verschallen.
Wird dein Wort auch hinfort getragen in die Lüfte, so
will ich mich erinnern und mich erneut fragen:
Wohin wirst du
gehoben?
Denn was immer geschieht, ich kann alles wissen,
hab ich
mich doch um ein Leben verschoben und bin wieder Kind.
Jetzt bin ich
Wasser und du der Wind,
doch trägst du mich auf deinen breiten
Flügeln,
braust du mich auf.
Wir werden uns immer wieder finden,
sind wir doch miteinander verbunden
und können die Zeit überstehen.
Bald werden sich die Stunden umkehren,
und in meinem dich ans Land
wehen,
wirst du auf schmalem Grad in mich eingehen.
Keine Furcht soll
in dir sein!
Auf dem Pfad voll dunkler Schatten,
soll in dir ein
Lichtlein scheinen, das dir den Weg weist.
Vergiss die Ratten und sie
werden nicht weiter an deinen Gebeinen nagen.
Heut bist du der Wind und treibst mich
an.
Wirst du zum Sturm, werd ich mich dir wüten.
Nicht ich werd an
den Felsen zerstellen,
denn meine Wellen reißen alles mit sich.
Halt
dir das Fernrohr an die Stirn und schau auf den Bohrturm,
der in der
Ferne aus mir ragt.
Wenn du die Sterne beobachtest, kannst du deinen
Kurs errechnen.
Bis zur Heimkehr musst du noch einige Duelle
ausfechten,
doch der Sieg wird dir nicht schwer fallen,
solange du
vermagst deinen Geist zu entleeren.
Entbehre dich und du wirst
geboren.
Wie gebärst du da mich, wenn du dich selbst verlierst,
denn
wer da meint alles verloren zu haben und den Todesgraben vor sich
sieht, der soll springen.
Des Feuervogels Lied wird erklingen;
du
wirst auf seinen Schwingen schweben und dich gen Himmel begeben,
wenn
er sein lichtes Federkleid nach innen kehrt und dir zum Blute wird.
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