"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."

Montag, 6. August 2012

Da bin ich wieder

Es ist ja der Rhythmus, der das Pendel in Bewegung setzt. 
Steigt mein Puls, so steigt auch der Rausch. 
Setz ich demnach einen Fuß vor den anderen 
und erhöhere die Geschwindigkeit meiner Schritte, 
so ist mir mit jeden Tritte, als hielte ich einen Besen in der Hand, 
mit dem ich die Staubflocken in meiner Wohnung zusammenkehre. 
Bin ich zuhaus und traue mich nicht hinaus vor die Tür zu treten, 
weil dort die Winde wüten, so kann ich mich antreiben durch ein stetges Wiederholen. 
Manchmal sitz ich da und weiß nicht was tun. 
Bemüht für etwas Begeisterung aufzubringen, 
nehme ich mir ein Buch aus dem Regal, doch schon auf den ersten Seiten 
verschwimmen die Wörter zu solch Buchstabensalat, 
dass ich mir auf nichts einen Reim machen kann. 
Schlag ich die Deckel dann zusammen, ist's mir wie ein Trommelschlag. 
Ich machs nochmal und immer wieder und plötzlich hör ich mich ausrufen: da bin ich wieder! 
Ich bin eben selten gern Leser, sondern viel lieber Schreiberling. 
Halt ich einmal den Stift gepackt, da bin ich ja wie im Fieber. 
Kein Gedanke wohnt mir inne. 
Mein Kopf ist mir nie so leer, als wenn meine Hand die Zeilen füllt. 
Ich will die Dinge beschreiben lernen! 
Meine Beobachtungen sind so farbenfroh. 
In all ihren Variationen will sie benennen lernen.
So ist ja nicht alles rot, blau, gelb, 
sondern viel mehr kamin, marin und ockerfarben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen