Es ist ja der Rhythmus, der das Pendel
in Bewegung setzt.
Steigt mein Puls, so steigt auch der Rausch.
Setz ich demnach einen Fuß vor den anderen
und erhöhere die
Geschwindigkeit meiner Schritte,
so ist mir mit jeden Tritte, als
hielte ich einen Besen in der Hand,
mit dem ich die Staubflocken in
meiner Wohnung zusammenkehre.
Bin ich zuhaus und traue mich nicht
hinaus vor die Tür zu treten,
weil dort die Winde wüten, so kann
ich mich antreiben durch ein stetges Wiederholen.
Manchmal sitz ich
da und weiß nicht was tun.
Bemüht für etwas Begeisterung
aufzubringen,
nehme ich mir ein Buch aus dem Regal, doch schon auf
den ersten Seiten
verschwimmen die Wörter zu solch Buchstabensalat,
dass ich mir auf nichts einen Reim machen kann.
Schlag ich die Deckel
dann zusammen, ist's mir wie ein Trommelschlag.
Ich machs nochmal und
immer wieder und plötzlich hör ich mich ausrufen: da bin ich
wieder!
Ich bin eben selten gern Leser, sondern viel lieber
Schreiberling.
Halt ich einmal den Stift gepackt, da bin ich ja wie
im Fieber.
Kein Gedanke wohnt mir inne.
Mein Kopf ist mir nie so
leer, als wenn meine Hand die Zeilen füllt.
Ich will die Dinge
beschreiben lernen!
Meine Beobachtungen sind so farbenfroh.
In all ihren Variationen will
sie benennen lernen.
So ist ja nicht alles
rot, blau, gelb,
sondern viel mehr kamin, marin und ockerfarben.
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