Über den glitzenden Schnellen
funkeln die blauen Libellen.
Die Strömung kennt kein Halt, kein Hort,
immer weiter fließt sie fort.
Ohne Unterlass schießt das kühle Nass über Steine, Füße und Beine.
Alles reißt das Wasser mit,
das grüne Moos schimmert im Sonnenlicht
und zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht.
Ich versteh kein Wort ob des lauten Rauschens
und doch ist alles unendlich leis'.
Es saust und braust um mich her,
doch das Plätschern spült mich ruhig und leer.
Alles Schwere schwimmt davon wie hölzerne Schiffchen
und meine Klagen über Druck auf dem Magen werden ertränkt.
Komm lieber Bach, schluck auch den Druck!
Ich will mit dir lachen und mit dir fröhlich über die Dämme fließen.
In dir hat kein Leid Bestand.
Reich ich dir meine Hand, fasst du sie liebevoll an
und ziehst zugleich von dannen.
An deinen Ufern will ich mein Zelt aufspannen.
Dein rasendes Ruhen,
drängt mir den Wunsch auf
mich von meinen Schuhen zu befreien,
Ach, hier bei dir muss ich nichts sein
außer zu sein!
Ich will in dich eintauchen
und zu dir werden.
In deinen weichen Gebärden liegt keine Hast
und doch kennst du das Rasten nicht.
Sanft gleitest du über alles geschmeidig hinweg,
regierst mächtig mit müßigem Gang.
Ach, welch Verlangen!
Ob gehen oder stehen,
ob Tag oder Nacht...
du machst keinen Unterschied!
Alles ist dir gleich,
in dir ist immer Fried und Freud.
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