Liebes Spanien-Tagebuch,
bisher sind wir noch gar nicht dazu gekommen etwas aufzuschreiben um unsere Eindrücke festzuhalten. Nun sind wir in Granada angekommen und es ist viel zu heiß um mehr Körperteile zu bewegen, als die rechte Hand. Beizeiten greifen wir zur Kaffeetasse, die den, meiner Ansicht nach, weltbesten Kaffee enthält. Vom Kaffee schwitze ich zwar noch mehr, sodass ich mit meinem Arm schon an der hölzernen Tischplatte kleben bleibe. Aber hier bringt mich rein gar nichts aus der Fassung, nicht einmal verrückte, blinde Zauberfrauen, die einen gegen deinen Willen segnen und dich mit Glückwünschen überhäufen um schließlich "Monetas" sehen zu wollen. Habe ihr letztendlich 1,50 € gegeben, damit sie uns in Ruhe lässt und nicht noch einen Fluch über uns legt. Wir wollten uns nicht behelligen lassen, aber die Frau war so aufdringlich, dass sie regelrecht an uns zerrte und nicht gehen ließ. Aber das ist jetzt schon wieder gefühlsmäßige Stunden her. Mir scheint, Zeit hat hier keine Bedeutung. Ein Tag empfinde ich wie eine Ewigkeit. Sind erst zwei Tage hier und denken kaum an zuhause. Ohnehin ist der Kopf wie leergefegt. Best of all: Keine Schmerzen! Ein bisschen setzt uns die Hitze zu. Aber dafür sorgt die warme Luft dafür, dass die Zigarette, die ausversehen in den mit Wasser gefüllten Aschenbecher gefallen war, schon fast wieder trocken ist. Wir sitzen an der Kathedrale. Sie ist sehr imposant! Eine Kellnerin sieht aus wie Michael Jackson. Gestern Abend waren wir im Zentrum von Malaga. Da war ein Puppenspieler mit einer Michael Jackson Figur. Synchronizität, sag' ich da nur! Das hat uns an "Being John Malchovic" erinnert. Wir hatten einen schönen Abend! Nach einer Backkartoffel und Salat haben wir uns noch zwei Bier im Cheers getrunken. Da war ein einladenes Ambiente, wie wir fanden. Mir gefielen das kostenlose Popcorn. Den Becher habe ich ganz alleine geleert. Intuitiv sind wir genau richtig gegangen. Gerade kam der Nachtbus, der uns zurück zum Hotel brachte. Unsere Unterkunft war toll! So luxuriös werden wir es ab heute nicht mehr haben, aber wir sind drauf eingestellt. Der Kollege treibt sich ja hier in der Gegend rum. Wir hoffen noch ein Zimmer in seinem Hostel zu bekommen. Das liegt nahe der Alhambra. Am ersten Tag waren wir am Strand. Da haben wir eine Menge Sonne getankt und sind schön braun geworden. Auf dem Rückweg gabs Eis. Das hatten wir uns verdient, denn auf dem Weg hatten wir uns an den draußen stehenden Fitnessgeräten sportlich betätigt. Da hat wohl jemand Sorge, dass seine Muskeln abbauen. haha! Na, zur Not habe ich ja das blaue Gummiband dabei.
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