Voller Weisheit bist du für mich. Ich
will dich erwecken. Ganz sanft und leis', ohne dich zu erschrecken.
Und wenn du dann erwachst und mich anlachst, dann hab ich dich
geboren. Mein Kind, mach die Augen zu und spür' mich um dich her.
Ich bin der Wind und trag' dich auf meinen Schwingen. Mit unserem In
die Lüftesteigen, durchdringen wir die Welt als hätt sie ein Rohr
in ihrem Innern. Was uns zusammenhält, ist mit Geld nicht zu
bezahlen. Unser Reichtum strömt überall um uns hin, und kann uns
nicht abhanden kommen. Wir haben nichts und können doch in allen
Ländern landen. Wir schweigen und neigen unsere Köpfe wie die
Tauben, doch in unserem Streben und Fortwähren, vermögen wir die
Schwingungen der Menschen in uns aufzusaugen. Manchmal liegt soviel
Staub auf unseren Augen, dass wir es selbst nicht sehen. Dann fragen
wir uns wieder: Wo komm ich her, wo geh ich hin? Alles scheint uns
ohne Sinn, doch wie sind wir da im Vergessen! Wer dann vermag sich zu
erinnern, der kann sein Leben bestimmen und ausmessen wie ein
Künstler. Bald baut er sein Haus, betritt sein Werk und schaut von
innen heraus. Wie ist er da erweckt und lacht: „All das hab' ich
gemacht.“
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen