Wie ist mir jetzt kein Moment mehr
verloren,
da ich überall und allezeit wachsam bin
oder mich eben
verliere in meiner Sehnsucht.
Bin ich im Träumen nicht wacher
als all die Eilenden, die
meinen zu wachen?
Welch Müdigkeit liegt in ihrer Eile,
welch
Trägheit in ihrer Hetzerei.
Beiweilen durchfährt ein Zucken ihre Körper,
und in ihren ruckartigen Bewegungen
wirken sie so losgelöst von sich selbst,
sind steif und ganz ohne
Geschmeidigkeit.
Ich will schlendern und schlurfen wie die Kinder
und Steinchen vor mir her schießen,
immer nur ein paar Meter vor mich
hin.
Weiter soll mein Blick nicht gehen.
Ich will auch in die Ferne
sehen,
dann und wann, aber ich will sie nicht fürchten.
Sie soll mir
sich nicht auftürmen wie ein Berg,
der nicht zu bezwingen scheint.
Ich will sie vor meinem inneren Auge ranholen
und in sie eintauchen,
in sie versinken um ihr dann
ein "Auf Wiedersehen" zuzuwinken
im
Annehmen, dass sie mir Ferne bleibe,
ich jedoch ganz ohne Zweifel
bin,
mich ihr zu nähern mit jedem Schritt,
den ich in ihre Richtung
tue.
Ich seh sie gerne an,
aber auch den Mann und die Frau,
die jetzt
neben mir wandeln.
Wie gern hab ich alles was mir fern,
doch wie wahr
ist alles was mir nah!
Ich beobachte
Leben, mit denen ich mich identifizieren kann.
Es deckt sich mit meinem
Träumen von jener Ferne, in die ich blicke.
Der Regisseur in mir
schickt mich dahin,
aber ich solle nicht rennen
und an der Bahnsteigkante schön vorsichtig sein.
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