Heut sprach ich erneut einen Blinden an, sein verlorener Blick war auf mich gefallen. Ich bot ihm meine Hilfe an, er dankte und ich nahm ihn bei dem Arm. An meinem Ellenbogen, wollt er mich halten, so ginge es am besten. Zum Rathaus, wollte er, hieß er mich an, das läge auch auf meinem Richtungsplan und so hatten wir ein paar Minuten zusammen. Er war noch sehr jung und och nicht so furchtsam. Ich erzähle ihm von der blinden Frau aus der Bahn: "Fass meinen Hund lieber nicht an!", hatte sie mich angefahren. Schön sei er, sagte ich dann. Den Blinden erteilte ich den Rat, sich trotz seiner Blindheit nicht zu verschließen und, dass ich daran glaube, dass man in diesem Meer der Dunkelheit in das himmlische Bewusstsein aufgestiegen, doch etwas erkennen kann. Er meinte, er könne hell und dunkel noch unterscheiden, und ich dachte, dass es besser wäre, wenn er bald erkennt, dass eben dieser Unterschied es ist, der ihn vom Himmelreich trennt.
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