Vermeidlich schlechte Tage, die voller
Langeweile sind, oder Trägheit erweisen sich nicht selten zu
Vorboten einer Erkenntnis, eines Umbruchs. Fast wie die
sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm plätschert der Tag dahin und man
weiß nichts mit sich anzufangen. Solche Tage kennt jeder zu Genüge.
Man muss es lediglich schaffen sich aufzuraffen und irgendwie
agieren, vielleicht auch im Nichtstun, wobei das oft zum Grübeln
bringt. Gerade wenn man nicht denken sollte, ist es ratsam den nicht
vorhandenen Tatendrang aus sich heraus zu entwickeln. So groß muss
der Wille dafür gar nicht mal sein, und schon führt eins zum
anderen. Egal was man dann tut, alles ist richtig, hauptsache man
agiert und jagt nichts hinterher, was noch nicht einmal vorbei
gekommen ist. Man bewegte sich ja noch weiter weg, wenn man vorliefe.
Statt auf der Lauer zu liegen, gibt man sich abgelenkt, denn mit der
Erkenntnis verhält es sich oft wie mit einem scheuen Tier. Es zeigt
sich erst dann, wenn es keine Gefahr mehr wittert, wenn die Luft rein
ist. Es hört uns, wenn wir auf der Lauer liegen, weil wir vor
Ungeduld nicht still halten können und nervös in unserem Versteck
herum rutschen. Sei nicht auf der Hut, als sei die Erkenntnis etwas,
was du einfangen willst, was du verpassen könntest, wenn du nicht
achtsam bist. Sie will ja doch zu dir, nur auch erst dann, wenn sie
es will. Lass ihr Zeit und sie wird anfangen dir zu vertrauen und aus
dem scheuen Tier wird ein zahmes Wesen werden, das sich zu dir legt.
Andererseits lernte man ja etwas zu früh und das darf nicht sein:
man lernt, wenn man es lernen soll und auch erst genau dann wenn. Es
läuft alles darauf hinaus zu glauben, dass alles einen Plan
verfolgt, der schon geschrieben ist. Man meint ihn beeinflussen zu
können, aber alles was man tut oder unterlässt ward doch zuvor
vorherbestimmt. Letztendlich sollte man also ganz intuitiv handeln
und auch nicht darüber nachdenken, was ratsam wäre zu tun, wer
jetzt Recht hat...Herz oder Kopf. Es wird immer der Part Recht
behalten, den wir wählen. Man sollte sich auch nicht scheuen
beizeiten schwach zu wirken und Herz zu sein, denn wenn das Herz
Einspruch erhebt, dann sind wir schon wieder mitten im Abwägen. Wer
an seiner Kopfentscheidung Zweifel hegt, sollte aufs Herz hören. Das
Herz wird schweigen, wenn es wichtig ist Kopf zu sein, auch wenn es
ein Fehler sein wird, so ist es doch notwendig, ihn zu begehen, damit
er seine Unwahrheit verliert, wenn er uns zur Wahrheit führt.
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