"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."
Freitag, 12. Oktober 2012
Gefallen
Für mich lag die größte Wahrheit schon immer in diesem weißen Raum,
im Einander-Verstehen, ein bisschen wie im Traum,
im Einander-Sehen mit geschlossenen Augen.
Gerade deshalb ist sie ja so wahr, weil sie das Unmögliche möglich macht
und uns zu etwas Besserem schafft als wir so oft meinen zu sein.
Wir waren so jung und konnten das Menschsein nicht begreifen,
uns keinen Reim darauf machen was wir hier zu suchen haben,
ob wir nur irgendwer seien,
nur eines der Millionen von Krümeln auf dem Kuchen von Erde,
nur eines der Millionen von Tieren in Menschengestalt,
die wie in einer großen Herde in eine Richtung ziehen.
Bemerkte denn nur einer unser Fehlen,
wenn wir uns umdrehten und anders würden?
Ich will mich nicht fürchten und siehe,
in diesem Sich-Fallen-Lassen in die größte Angst,
da wurd uns das Universum zuteil.
Keiner von uns schien dies zu bemerken,
ganz so als hätten wir alles verstanden ohne es zu wissen.
Jetzt weiß ich:
in unserem Einander-Vermissen lag die größte Erkenntnis des Menschen,
dem Verständnis dessen, dass in der Wiege der Körperlosigkeit
der Schlüssel zu einer Welt des Friedens liege.
Stürbe ein jedermanns Verlangen,
so müsste ja niemand mehr bangen und zum Diebe werden.
Entflöhe der Mensch sich selbst, erhöbe sich zu seiner reinen Seele
und würd dem Gotte gleich,
ach, was wäre dann, was bliebe als „Ewige Liebe“
und die Welt ein Himmelreich.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen