So manches erfordert Geduld und Zeit, und selten genießen wir dabei. Mit
der Freundschaft und der Liebe ist's wie mit den Pflanzen. Sind sie
erst ausgewachsen, so ist's schön sie zu betrachten, aber ihnen dabei
zuzusehen, scheint uns der Warterei zu lang und so sind wir stets
geneigt zu schnell wieder fortzugehen, aus Angst etwas Schöneres könnte
an uns vorüberziehen. Ach, dabei ist's ja nur ein Entfliehen, welches
wir vielleicht noch nicht begreifen oder vielleicht doch so sehr und uns
gerade deshalb von dannen machen.
Immer ist es Angst, die uns in die Ferne leitet, weil wir uns nach mehr
sehnen als der Wahrheit, die uns vielleicht viel zu früh zuteil wurde.
Wir wollen ja den Zweifel, doch empfinden wir eben mit dem Abstand, das
da sehr viel Reinheit war.
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