"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."

Montag, 3. September 2012

Der Albtraum

In dieser Zeit suchten mich nachts schreckliche Träume heim. Ich träumte von Mord und Metzelei, von brutaler Gewalt und elendem Grauen. Oft sah ich mich selbst mit Messern, deren Klingen in meinem Unterleib steckten. Ich zog sie heraus und spürte mit jeden Tropfen Blut, der meinem Körper entfloss, wie das Leben von mir wich. Ich fühlte mich einer Ohnmacht nahe, meine Knie klappten unter mir zusammen, sodass ich zu Boden stürzte und mein zusammengefallenener Körper ward mir plötzlich ganz leer als sei er nur noch eine Hülle, in der nichts mehr vorhanden war. Und wenn ich dann mit dem vom Schweiß überdecktem Körper im Dunkeln erwachte, schreckte ich hoch und brach vor Angst in Tränen aus. Mir war so bange, dass ich noch lange bei jedem kleinen Geräusch zusammenzuckte: "Die Dämonen", schauderte ich, "sie sind zurückgekehrt!"
Und bei dem Gedanken sprang ich auf, machte mir Licht und begann mein Zimmer zu verwüsten. Ich warf Tisch und Stühle um, zerwühlte mein Bett, schmiss Kleider und Bücher zu Boden und Gläser gegen die Wände, dass sämtliche Bilderrahmen zerbrachen und gen Ende alles mit Scherben übersät war.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen