"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."

Sonntag, 23. September 2012

Die Botschaft

Lieber G,
ich kann nicht aufhören mich zu fragen, warum du von mir gehen musstest. Ist es so gekommen, damit ich mich eben umkehre, mich umkehre in meinem Empfinden? Wie hätte er mich sonst gefunden? Wärst du mir nicht genommen, so würde ich ja nicht nach ihm suchen. In jedem männlichen Gesicht, das mich anspricht, versinke ich, um mich zu vergewissern, ob du es nicht bist, der durch diese fremden Züge Worte an mich wendet, die mir eine Botschaft sein könnten. Es ist mir, als warte ich auf das geheime Lösungswort, eine Formel, die mir beweist, dass eben dieser ganz anders heißt, als er zu glauben meint. Oft meine ich dich zu erkennen, in einem Blick, doch wo ich dich auch entdecke, so bist es ja niemals ganz du. Vielleicht bist du nun im anderen Geschlecht versteckt. Einmal dacht ich, dass wenn du dich zurück gebärtest in die Welt, so gebärtest du dich in deine eigene Seele, die sich in der Welt, nach außen kehrt.

In ewiger Sehnsucht nach dir,

Antares
 

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