"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."
Montag, 24. September 2012
Die Löwin
Wie eine Raubkatze, die in ihrem Käfig auf und ab geht, sollte sie am gestrigen Abend in meinem Hause umhergehen. Ihr Gemüt war ein mir unbekanntes. Sie begann mit meditativem Gespräch über das Sichfallen-Lassen und mir schien's eine entspannende Maßnahme zu sein, doch wie sich herausstellte, verfolgte sie mehr als diese nüchternen Gedanken. Es ging ihr um Fallen im Allgemeinen. Ein Zögern lag in ihren Anführungen und ehe sie sich entschloss das Wagnis einzugehen all diesem Wahnsinn Luft zu machen, da war ein Umschenken in ihren Erzählungen ins Groteske um mich zu erheitern und zudem, wie mir schein, in Erinnerung zu rufen, dass die Person, die gerade redete keinerlei andere Persönlichkeit darstellte, sondern einfach eben genau dieser Mensch, der mir so vertraut ist. In meiner Erheiterung fasst sie Mut und knüpfte in ihren Ausführungen an die Gesetze der Gravitation an. Die Ernsthaftigkeit dessen, was sie mir zu vermitteln suchte, untermauert sie, indem sie mich beim Namen, nannte, ganz so wie zur Ermahnung die Zeit der Scherze sei nun vorüber und es sei nun daran zu höheren Gesprächseinheiten zu kommen. Ihr Vertrauen schien an einem Punkt angekommen zu sein, an dem sie sich ein Herz fasste und das zu äußern bereit war, was sie nie zu sagen sich gewagt hatte. Ich könne sie nicht für voll nehmen war wohl stets ihre größte Angst gewesen, in die sie sich nun fallen ließ. Wie passned dies mit Gedanken über das stetige Fallen des Menschen zu beginnen. Mir kam die Theorie, dass meine Körperlosigkeit oder besser der Mangel an Gefühl für die Bewegungen meiner menschlichen Hülle diese Angst zur Ursache haben, dass ich nie bereit war meine Anspannung loszulassen, dass ich wenig Vertrauen an die Gesetz der Schwerkraft habe, sodass ich immer dabei bin mich selbst zu halten in einer Steifheit, die einer Verankerung mit dem Erdboden gleichkommt. Ich will meine Beobachtungen auf dieses Losgelöstsein lenken und mir eine Vorstellung davon machen, indem ich mich lockerer bewege, meine Arme schlaff an meinem Körper runterhängen lasse und intensiv die Erdanziehnung spüre, wie sie sich ohne mein Zutun nicht in die Luft begeben. Eine vollkommene Körperlosigkeit wäre die Betrachtung eines Körperteils, das sich rührte ohne den Befehl meines Hirns erhalten zu haben. Ich telepathiere mit mir selbst. Gebe mir selbst Empfindungen zu spüren, nur durch den Gedanken an etwas. Kann ich es selbst empfinden, so spürt's aus jemand anders in diesem Moment oder bei Konzentration auf ein fremdes Körperteil eben durch das große Empfindungsrohr, an das wir alle angeschlossen sind. Ansatzweise ist mir dieses gelungen und ich meine eine Erkenntnis dessen erhalten zu haben, dass es mir vollends erst möglich sein wird, alsdass ich jedes meiner Körperteile intensiv gespürt habe in einer Form der Meditation und Körperkonzentration. Spüre ich meinen Fuß und weiß fortan das Gefühl "Fuß" von dem der "Hand" zu unterscheiden, so wird mir die Erinnerung daran eben das ermöglichen was ich zu lernen gedenke. Der Eintritt in eine fremde Seele sei mir schon gelungen. Jetzt ist es daran den Körper zu spüren und heilende Kräfte zu entwickeln. Das reine Handauflegen bewirkt ja nur dann etwas, sofern ich die Konzentration aufbringen kann. Es bedarf dazu eine Unterscheidungsfähigkeit zwischen den einzelnen Körperregionen. Was ist meine Körpermitte und wie fühlt sie sich an? Ich will mich selbst zum Untersuchungsobjekt machen, indem ich mir meine Schmerzen am Rücken und Nacken zu Nutzen mache und mir selbst die unsichtbaren Hände auflege. Ich will in mich eintauchen und die Ursachen für die Schmerzen bekämpfen, aufdass ich mir zum eigenen Heiler werde. Denn erst wenn ich fähig bin mich zu heilen, wird es mir möglich sein fremde Körper zu verstehen. Das gleiche soll sich auf die Sinnlichkeit positiv auswirken und Anzeichen von Verbesserungsvorschlägen wurden mir gestern Nacht dargereicht. Ich verspürte das Körperinnere mit ganz anderer Intensität. In jedem Körperteil könnte ein Gehirn sein. Wir sind nicht nur ein Lebewesen, wir sind alle. Da Seele, bin ich im Ursprung. Jetzt ist es daran mich in alle meine Glieder einzufühlen. All dies wird mir jetzt bewusst durch die philosophische Abhandlungen der meinen, die sie mir mit anfänglicher Unsicherheit versuchte näher zu bringen. Der Mensch, so ging ihre Kritik, nähme sich sich die Dreistigkeit heraus zu behaupten er wisse was Leben sei. Er setzt eine Definition für Leben fest, wobei er sich als Beispiel nimmt und setzt voraus, dass die Voraussetzungen, die ihn zum Lebenwesen machen, auch für Leben auf anderen Planeten gelte. Dabei mögen auf weltfremden Böden auch überirdische Bestimmungen gelten, sowie auch unterschiedliche Kräfte wirken. Der Mensch sucht ja nicht nach anderem Leben, sondern mehr nach einem Lebensraum, in dem ein Mensch überleben könnte, denn es mag durchaus "Leben" geben, wo das was wir voraussetzen nicht von nöten ist. "Da wo Wasser ist, ist Leben", doch was ist wenn sich fremde Formen von unseren Gedanken ernähren? Die Planetn selbst könnten eine Art Leben haben. Sie sehen uns an mit ihren Augen, die wir nicht erkennen können, weil wri eine Vorstellung von Augen haben, wie diese auszusehen haben. Vielleicht nennen sie Augen "Neguas", wer weiß das schon? Für uns mögen sie aussehen wie Gesteinsbrocken, doch der Planet mag es spüren, wenn wir ihn betreten. Ach, das ganze Leben, es ist ja wie ein Rätsel, das wir so gern lösen würden, doch des Rätsels Lösung wäre vielleicht indem wir es schauen, das Wunder, und es bestaunen und uns daran erfreuen. Warum will der Mensch alles verstehen? Das Hirn wurd uns vielleicht nur zur Tarnung gegeben, ob wir darauf kämen, es nicht zu benutzen,m dass dies der Schlüssel sei. Wie schafft es der Mensch seine Gedanken abzuschalten, aufdass nur das Universum auf ihn wirke? Auch ein bilderfreier Geist ist von nöten, aufdass die Eindrücke sich in des Mesnchen Unterbewusstsein einnisten können.
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