Wenn es dort oben dann düster wird,
und ich mir sag', das hab ich gemacht mit meinem Regentanz, wie
verwandle ich des Himmels Tränen der Trauer in solche der Freude.
Fangen die Wolken an zu weinen, wie wird die Welt überschwemmt mit
goldenen Tränen, als wohnte jeder Wolke ein Gotte inne, der sich
nicht halten kann vor Glück, weil ihm jemand zuwinkt. „Ich sehe
dich“, ruf ich ihm zu und fange die kleinen Tropfen mit solch
kindlichem Genuss mit der Zunge auf als seien es weiße
Schokoladenkügelchen. Was aus ihnen hinab regnet ist doch kein
Regen, denk ich, wird doch die Welt getränkt mit klarem Wasser, das
uns alle reinigt. Ich will mich infizieren lassen! Wer von diesem
Wein trinkt, wird durchflutet vom Elixier des Lebens und wässert das
Samenkorn in seinem Herzen. Ist's da ein Wunder, dass ich mich wie
berauscht fühle? Ich bin ja ganz bewippst und wie sehr noch, bleibt
der Regen aus, bin ich doch Regenmacher und kann es in mir regnen
lassen.
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