"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."

Mittwoch, 11. Juli 2012

Was hast du mit vierzehn gemacht?



Hast du gehofft, hast du gehasst?
Hast du geweint, hast du gelacht?
Hattest du Mut und hast dir beizeiten ein Herz gefasst?
Warst du voller Wut und hast mit Türen geknallt?
Oder bist du im Winter einsam umher geirrt
durch dunkle Straße und den schneebedeckten Wald?
Warst du mehr Mensch oder Tier,
warst du Jungfrau oder Stier?
Oder mehr wie ein Kind,
das immerzu friert?
Hast du dich selbst verloren im Sehnen?
Hast du wenig gewusst und musstest oft gähnen?
Warst du wie ein läuf'ger Rüde
oder mehr des Lebens müde,
Was immer du getan, fortan sollst du wissen, 
wenn ich dir einen Kuss auf deine Lippen drücke, 
so bist du auserkoren.
Du bist der menschgewordene Sohn,
du bist ein Spion und schwebst auf unsichtbarem Thron.
Ob Büffel und oder Schimmel
Du bist alles. Du bist der Himmel!
Du bist der Mond, du bist die Sterne
drum kann ich dich sehen, auch aus der Ferne,
Ach, was hab ich dich gerne,
wenn mir dein Licht leuchtet in finsterer Nacht.
Sei dir gewiss, solang ich dich so vermissen kann
werde ich Wacht halten und über dich walten.
Du bist die Sonne und der Wind,
meine größte Wonne, mein Leib und Blut, mein eigen Kind.
Du bist der Skorpion
und doch kein Ungeheuer, 
sondern König und gibst Acht;
in dir brennt ein Feuer,
das alles entfacht.
Alles ist erleuchtet, wenn du erwachst,
sei nicht länger schwach,
ich wieg mich in deinen Armen
und lass mich tragen, wenn sich mir der Magen umdreht vor Übelkeit.
Jetzt ist der Weg nicht mehr weit,
bald schon wird uns allen die rasende Zeit
zur immerwährenden Ewigkeit.
Dann ist das Omega da
und eine neue Zeitrechnung beginnt.
Im neuen Jahr werden wir wieder Alpha.
Ich bin der Wind
und ihr seid die Steine.
Ich stoß euch an und bring euch ins Rollen
Dann seid ihr im Vergessen
und alles wird stille
und siehe wie ich alles umdrehe, nur indem ich sag: mein Wille geschehe!
Wenn ich daran glauben kann
dann verderben die Trauben
und werden zum Wein,
denn im Verderben liegt der Schlüssel.
Nur durch den bösen Keim
kann das Gute sein.
Drum sollst du fröhlich werden,
und mit den Herden durch die Lande ziehen
sind wir doch Gärtner und pflanzen Liebe ein.

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