Ein unbeschriebenes Blatt, wie schön!
Trägt es nicht mehr Wahrheit, als wenn ich es nun mit Worte fülle?
Ach Wort, manchmal ist's mir als habest du einen Mord an mir
begangen, oder bin ich es der ihn jedes Mal begeht, wenn ich dich mir
zu eigen mache? Wer von uns stirbt mit seinem Sichtbarwerden, du oder
ich? Es ist wie ein täglicher Suizid, nach dem ich süchtig geworden
bin, doch seit ein paar Tagen, ist mir als wollte ich plötzlich diese
Sucht nicht mehr, als sei es nur etwas was ich brauche um mir die
Sehnsucht erträglicher zu machen. Da bestätigt sich der Sehnsucht
Notwendigkeit für das Füllen von Zeilen, doch ich will mich
umkehren! Ich will nicht, dass das Leid Voraussetzung für das ist,
was ich zu lieben gelernt habe. Wie war mir der innere Friede, den
ich meinte zu empfinden, stets etwas Zukünftiges, daher auch die
Rechnerei! Ich musste rechnen um mir den Glauben daran zu bewahren,
dass alles so kommen würde wie geplant, wie gehofft um die
Überzeugung bestätigt zu sehen, dass ich mir meine Welt in der Tat
bestimmen könne. Dieser Ausflug ins Grüne ist aber doch ein gutes
Zeichen für eine intensive Verbesserung meiner Umgangsweise mit
Gefühlszuständen, die mich geradewegs in den altbekannten Trott der
Untätigkeit zurückführen, dem ich wie nichts anderes zu entfliehen
suche. Aber dann, was ist mit dem Weisen, der in der Sonne liegt und
schläft? Was kümmert mich nach all diesen Wochen des Erlebens, ein
Tag, der verloren scheint?
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