"We are, who we are, because of what we learn and what we remember."

Mittwoch, 18. Juli 2012

Auch das Unfassbare kann ich fassen

Wie reich an natürlicher Idylle sind mir diese Räume und gleichen dem Abbild meiner sehnlichsten Träume. Es zu schauen und zu wissen: ich wache und dies ist Wirklichkeit!, ruft mir die Möglichkeit in Erinnerung, dass es an mir ist, meinen Traum zu nehmen wie einen Fotofilm. Ich kann ihn ja ablichten und in meine Welt hinein projizieren. Dies ist Welt und ich bin weltlich, dies ist geformt von Menschenhand! Ach, wie empfind ich da Stolz über mein ihm Verwandtsein, wie ist mir da mein Menschlichsein gar nicht mehr so zuwider wie ich oft meine.
Dieser idyllische Raum, er soll mir nicht länger nur im Traum fassbar sein. Ich will ihn mitnehmen in meine Dunkelkammer, ihn in ihr ablichten und in meine Welt hinein projizieren. Alles was ich mir ausmalen kann, hat das Potential Wirklichkeit zu werden, alles was ich sehe, obschon es Nacht ist, bedarf einzig der Sicherheit, die doch ein jeder haben kann, dass sie nur für geraume Zeit anhält und mit ihrem Einbruch stets schon beginnt sich ihrem Ende entgegen zu neigen. Doch ich will niemanden drängen und voller Ungeduld versuchen die Zeiger der Uhr ihrem Sinn nach um ihren Mittelpunkt zu drehen, auch wenn's mir manchmal ist als stünde sie still. Ich weiß, sie rennt ohn Unterhalt, doch bemerkt der Mensch es oft ebenso wenig wie er es fassen kann, dass sich die Erde dreht, auf der er wandelt. Ich kann doch alles fassen, auch das was eben so unfassbar scheint, auch die Zeit, auch ein Gefühl, auch einen Menschen, der fern ab von mir ist.

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